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um gleich mit der tür ins haus zu fallen: liedschatten.tv ist und bleibt einer der wichtigsten beweise für die viel umstrittene kreativitätstheorie der neuen zeit. hieran zweifelt weder die herrschende kritik, noch der in konstruktionen getränkte menschenverstand.
doch wie konnte es so weit kommen? wer oder was hat hier realitäten geschaffen und warum ist die welt seit erfindung der farben rot, grün und blau im grunde genommen doch nur eine sauber manipulierte glasscheibe?
alles begann wie zu vermuten mit der verschmelzung von körper und geist. im laufe eines bruchteils der weltgeschichte, trafen sich plötzlich und erwartet „urgestein der wahrnehmung“ joachim lutz felgenhauer und „artist der ignoranz“ eric stein. es war ein gelber sonnen abend, südlich des geographischen mittelpunktes des großherzogtums oldenburg. seite an seite und mit freundlicher unterstützung des grafen anton günther, wurde vermutlich bis zur geburt des 20 jahrhunderts eine wohnung in der lappangasse errichtet. doch trotz aller genauigkeit bei der planung und umsetzung, war es nur schwer zu erahnen, dass nicht einmal 90 jahre später, eben genau dieses kunstwerk aus stein und schweiß, als zufluchtsort zukünftiger meilensteinleger der musikvideogeschichte dienen sollte. zwischen tropenwaldmörder und zentralem omnibusverkehr, kämpften eric und joachim abwechselnd ums geistige überleben. eine zeit, die beide demut lehrte und ihren glauben an die vernunft raubte. aber diese schweren zeiten wurde bereits vor jahren im archiv unter sonstiges abgelegt.
heute verbringen beide linsenextremisten einen großteil ihrer erwerbsfreien zeit mit traumatischen schnitttechniken und gewöhnungsbedürftigem bildmaterial, um bereits vollendeten klängen einen additivartigen wohlgeschmack zu verleihen. frei von verklemmten schubladen und der bohlenschen algebra, leben beide auf ihre jeweilige art, den traum tausender regieassistentinnen. und das ist weitaus mehr, als einfach nur auf die norm zu scheißen.
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